Nov 20 2007
Prolog
Prolog
Tropfen prasseln gegen die Scheibe. Was hatte er getan oder besser gesagt nicht getan. Er musste es doch tun. Was würde nun mit seiner Familie geschehen? Wie wird der Lord reagieren?
Er saß am Fenster und starrte hinaus. Er hörte wie im Erdgeschoss die Tür geöffnet wurde und jemand hereingelassen wurde. Allerdings interessierte es ihn nicht, wer da gerade das Haus von Snape betrat. Snape. Er hatte ihn einfach mitgerissen, nachdem Dumbledore über die Brüstung gefallen war. Er konnte sich kaum noch an etwas erinnern. Wie in Trance rannte er Snape hinterher und disapperierte mit ihm vor dem Schulgelände nach Spinners End.
Plötzlich ein lauter Knall. Als er aufblickte sah er eine Gestalt in einem Umhang, die auf ihn zu rannte. Schluchzend wurde er von ihr in die Arme genommen. Die Kapuze fiel herab und lange blonde Haare kamen zum Vorschein. Er konnte sich nicht rühren.
“Oh, Draco. Ich bin so froh”, antworte sie ihm und küsste seine Stirn. “Ich wusste es schon vorher.”
“Dann also…”
“Ja, ich hab Severus gebeten”, ihr versagte die Stimme.
“Ich habe versagt.”
Sie schüttelte den Kopf.
“Ich werde nun gehen”, sagte eine seidige Stimme. “Narcissa, du kannst im Zimmer nebenan wohnen. Dieses Haus ist nicht mehr auffindbar. Ihr seid hier sicher.”
Daraufhin drehte er sich im Türrahmen um und sie hörten nur noch, wie die Schritte die Treppe herunter immer leiser wurden.
Draco sah nun zwei Gestalten, die sich langsam vom Haus entfernten. Eine im raschen Schritt. Der Umhang wehte trotz des Regens ein wenig. Die zweite, gebückte Gestalt hatte Mühe, schlich hinterher und versuchte den Anschluss nicht zu verlieren.
5 Jahre später
Ein schlanker junger Mann eilt durch die schmutzigen Straßen. Die langen braunen Haare wehen leicht im Wind. Die grauen Augen beobachten immer wieder die Umgebung. Und plötzlich wird er vom aufkommenden Nebel verschluckt.
Die Tür knarrt kurz und eine dunkle Gestalt schreitet den Flur entlang in die Küche, wo bereits eine blonde Frau wartet. Ihr Gesicht wirkt alt, ist von Sorgen gezeichnet.
“Hi, Mum.”
“Hallo, mein Schatz, wie war dein Tag?”
“Wie immer. Wie geht’s dir? Du hast wieder nicht geschlafen.” Das Letzte war eher eine Feststellung als eine Frage. Ja, er kannte seine Mutter gut. Er nahm sie in den Arm und sie ließ sich diese Nähe gefallen.

