Jul 23 2008
Lily
Titel: Lily
Autor: Vivianne
Wörter: 1009
Fandom: Harry Potter
Warnung: ein ganz klein wenig Slash
Personen: Lily Potter, Jamey Potter, Ginny Potter, Albus Potter, Scorpius Malfoy, Draco Malfoy
Disclaimber: Mir nix, bis auf die Idee, Die Charaktere hab ich der netten Frau Rowling brav wiedergegeben.
Zusammenfassung: Lily und ihre Gedanken beim alljährlichen Sommerurlaub der Potters.
Es ist in gewisser Hinsicht eine Fortsetzung zu Paris.
Anmerkungen des Autor: Tja, dies ist nun meine Geschichte vom Sommerwettbewerb vom hpffa.de. Vorgabe waren mehrere Film- und Songzitate, von denen man jeweils mindestens zwei verwenden musste und als Thema Sommer Urlaub bei Harry & Co.
Tja, da ich da nur sehr kurzfristig teilgenommen habe, ist die Geschichte auch nicht so das Wahre.
Also, nun geht’s los
Lily
Es war heiß und die Sonne stand im Zenit. Selbst die Möwen zogen es vor fernab in ihren Nestern in den Klippen zu Brüten, wo eine kühle Brise und Schatten die Luft erträglicher machte, anstatt über den Wellen ihre Kreise zu ziehen. Doch ein junges Mädchen stand unbeirrt am Strand und starrte auf die See hinaus. Wellen umspülten ihre Füße und machten die sengende Hitze etwas erträglich. Wie gern würde sie mit ihrem großen Bruder nun da draußen sein, weit ab von dem Rest der Familie. Bei James, der die Erlaubnis bekommen hatte zusammen mit dem alten Mann aus dem Nachbardorf hinauszufahren und zu angeln. Sie konnte sich noch gut daran erinnern, als ihr Bruder aus dem Dorf, in dessen Nähe sie ihren Urlaub verbrachten, angerannt kam und seine Eltern von seinem Vorhaben berichtete.
Auf die Frage mit was er hinausfahren wollte erzählte James stolz “Er hat ein knallrotes Gummiboot.” und meinte natürlich den alten Angler, der ihn mitnehmen wollte.
Sie wusste, dass ihre Mutter James selten einen Wunsch verwehren konnte und so war es auch diesmal gewesen. Doch sie? Nein, auf sie wurde aufgepasst. Von jedem wurde sie bevormundet, selbst Albus verhielt sich gluckenhaft ihr gegenüber. Oh, wie sehr sie das hasste. Einzig und allein ihr Dad behandelte sie wie ein normaler Teenager. Doch wo war er, wenn man ihn den brauchte? Schon den gesamten Morgen war er nicht auffindbar. Und dass, obwohl sie wusste, was für ein Morgenmuffel ihr Vater eigentlich war. Irgendwie, war es seltsam. Schon die letzten Tage kam er ihr so seltsam vor. Völlig losgelöst, von der Erde. So zufrieden hatte sie ihn den Sommer über noch nicht erlebt. Nun ja, sie konnte es nicht ändern, aber ihre Mutter würde ihr auf keinen Fall erlauben, surfen zu lernen. Lily seufzte lautlos auf und ging zurück dem kleinen Häuschen, in dem sie ihre restlichen Ferien verbrachten.
Wie nicht anders zu erwarten war, lümmelte Albus in einem Stuhl auf der Terrasse unter der Markise und Scorpius saß aristokratisch, wie es nur seiner Familie inne lag, auf dem Holzstuhl. So als wenn er ausdrücken wollte: Ich bin der König der Welt! Lily verstand es nicht, wie man stundenlang nur in dieser Position verharren konnte, zumal dieser Stuhl alles andere als bequem waren, wie sie aus eigener Erfahrung wusste. Das Schachspiel, welches auf dem kleinen Beistelltisch zwischen den Jungs stand, zeugte davon, dass die Partie schon etwas länger andauerte, was vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Albus hatte das Spiel gehasst, doch nachdem er Freundschaft mit Scorpius Malfoy geschlossen hatte, hatte er seine Meinung geändert. Wie so in einigen anderen Dingen. Allerdings war es ihr immer noch ein Rätsel, wie die zwei so unterschiedlichen Jungen sich zusammen gerauft hatten. Der Umstand, dass beide vom Hut in Hogwarts nach Ravenclaw geschickt wurden waren, tat bestimmt einiges mit bei, jedoch erklärte es bei weitem nicht diese tiefe Freundschaft.
Und das Scorpius mit Ihnen den Urlaub verbrachte war nun auch nicht mehr verwunderlich. Seine Eltern hatten sich Ende des letzten Jahres scheiden lassen. Seither besuchte auch sein Vater ihre Familie des Öfteren. Sie konnte sich noch gut daran erinnern, als Mister Malfoy zwischen den Tagen bei ihnen zum Essen eingeladen und ihr Onkel Ron auf getaucht war. Er war alles andere als begeistert. Wie hatte er Mister Malfoy genannt? Ja, Frettchen. Dad war fast ausgerastet und ihre Mutter hätte ihrem Onkel bald aus dem Haus geworfen. Lily verstand nicht, was denn los war. Es muss wohl noch einiges in der Vergangenheit geben, worüber ihre Eltern nicht gerne sprachen. Aber keiner erzählte auch nur ein Wort. Ja, es gab Bücher über die Schulzeit von Ihrem Dad und dem finalen Kampf, aber das war nur allgemeines Geschwafel.
Doch was sollte sie nun machen? Ihre Mutter ruhte sich gerade aus, da durfte sie nicht stören. Aber hier war nichts los. Das Dorf, das nur ein paar Kilometer entfernt war, war von Muggeln bewohnt. Von meist älteren Muggeln. Ja, es war hier schön ruhig und abgelegen, aber was sollte sie hier schon tun. Auf der einen Art war sie ja schon froh, dass die Geschwister ihrer Mutter nicht mit hier her kamen. So gern sie alle auch mochte, aber zwei Wochen mit dem kompletten Weasley-Clan – nein danke. Danach war man erneut urlaubsreif. Ihr reichten schon die Familienfeste, und sie glaubt, ihren Eltern ging es ähnlich. Naja, aber hier war nun wirklich tote Hose. Was hatte sie nur sonst all die Jahre gemacht, wenn sie hier ihren Urlaub verbrachten? Ja, sonst war Albus der, der sich mit ihr beschäftigt hatte. Aber der war dieses Jahr zu nichts zu gebrauchen. Hier ging nun das gleiche Spiel weiter, wie schon in Hogwarts. Fast ständig waren Scorpius und Albus zusammen. Und wenn nicht, so beobachtete der eine den anderen und wenn derjenige sich ertappt fühlte, so drehte er sich weg und wurde rot dabei. Das war kaum zum aushalten. Wie lange wollten denn die beiden noch umeinander herum scharwenzeln?
Spät am Abend saßen alle beisammen am Lagerfeuer. Die Jungs hatten etwas Holz und Reisig aus dem angrenzenden Wald geholt und ihr Dad hatte das Feuer auf Muggelart in Gang gebracht. Sie musste immer noch Schmunzeln, wenn sie daran dachte, wie Mister Malfoy versucht hatte, ihm dabei zu helfen. Aber so mochte sie es. Reihum saß ihre Familie. Scorpius war durch seine Freundschaft zu Al mit hineingewachsen, irgendwie, schleichend und nun gehörte sein Vater auch schon fast dazu. Obwohl viel Schlechtes über ihn erzählt wurde, so sagte sich Lily immer ‘Offen gesagt ist mir das gleichgültig.’ Sie hatte immer viel Spaß, wenn sie miteinander Karten spielten oder auch mit ihr über die verschiedensten Tränke und deren Herstellung philosophierte. Ja, ihre Eltern verstanden nicht so recht, wo sie das Talent für eben jenes Fach her hatte.
Es war der letzte Abend. Morgen würde es nach Hause gehen und noch einmal kurz in die Winkelgasse, die restlichen Bücher abholen. Schon vor ihrem Urlaub hatten sie die notwendigen Sachen für Hogwarts besorgt. Etwas wehmütig sah Lily auf den See hinaus. Wieder war es nichts mit dem Surfen geworden. Aber nächstes Jahr bestimmt.

